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© Foto: Holger Hübner

Anbringung 1975 Tafelerneuerung 2010[!]

Willi Jungmittag erlernte in Bremen den Beruf

des Schriftsetzers. Von 1928 bis 1930

studierte er Fotografie am Bauhaus in Dessau,

wurde Mitglied der Vereinigung der Aarbeiterfotografen

Deutschlands und trat der KPD bei. Anschließend

reiste er als Fotoreporter durch Europa.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten

fand Willi Jungmittag in Berlin Arbeit

als technischer Zeichner. Er beteiligte sich am Widerstand

der Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe.

Im Frühjahr 1944 versteckte er in seiner Wohnung

den flüchtigen Hamburger Kommunisten

Bernhard Bästlein. Nach seiner Verhaftung im Juni 1944

wurde Willi Jungmittag am 7. September

zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung des Urteils

erfolgte im Zuchthaus Brandenburg.

 

Oben in die Mitte der ersten Zeile eingelassen ist eine Wiedergabe der entwendeten ursprünglichen Tafel mit der Inschrift:

HIER WOHNTE

DER

ANTIFASCHISTISCHE

WIDERSTANDSKÄMPFER

WILLY

JUNGMITTAG

GEB. AM 8.4.1908

ERMORDET

AM 20.11.1944