http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/dresdener_str_127.jpg
© Foto: Holger Hübner

SYNAGOGE DRESDENER STRASSE

Im Quergebäude des Hauses, das hier früher stand,

weihte der »Louisenstädtische Brüderverein Ahawas

Reim« 1910 eine Synagoge mit 525 Sitzplätzen ein.

An dem festlichen Ereignis nahmen 1500 Gäste teil,

darunter viele offizielle Vertreter der Stadt Berlin. Der

»Louisenstädtische Brüderverein« war einer von un-

gefähr 100 privaten Synagogenvereinen, die in Berlin

vor 1938 eigene Gottesdienste durchführten. Nach-

dem die Jüdische Gemeinde 1916 am Kottbusser Ufer

(heute Fraenkelufer) eine neue große Synagoge errich-

tet hatte, verlor die Privatsynagoge in der Dresdener

Straße an Bedeutung. 1929 fanden hier die letzten

Gottesdienste statt. Danach bleiben die Räume leer.

Das baufällige Gebäude wurde 1951 abgerissen.