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© Foto: Holger Hübner

Sophie-Gips-Höfe

Im letzten drittel des 19. Jahrhunderts erbaute

H. Mehlich diesen Wohn- und Gewerbekomplex

mit drei Höfen für eine Nähmaschinen-, später

Fahrradkettenfabrik, das Fuhrunternehmen

Martin und einige andere Gewerbe.

Zu DDR-Zeiten wurde die Fabrikanlage bis

1993 für die Herstellung technisch-

medizinischer Geräte genutzt.

1995 erwarben Erika und Rolf Hoffmann mit

ihren Kindern dieses Anwesen wie auch das

unbebaute Nachbargrundstück zur Gipsstraße

in der Absicht, die beiden Straßen mit einem

Weg zu verbinden und die Höfe tagsüber

jedermann zugänglich zu machen.

1995/97 wurde die Fabrikanlage saniert und

zu Loftbüros und Wohnungen umgebaut, ihr

Dach durch einen modernen Aufbau ersetzt

und an der Gipsstraße ein Neubau samt

Tiefgarage errichtet (Architekten Becker, Gewers,

Kühn und Kühn). Dabei versuchte die Familie

Hoffmann, sowohl die Geschichte der Gebäude

einschließlich der Kriegsschäden ablesbar zu

erhalten, als auch deutliche architektonische

Signale eines Neubeginns zu setzen - sowie

Wohnen, Arbeiten und Entspannen mit der

Erfahrung zeitgenössischer Kunst

zu verbinden.