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© Foto: Holger Hübner

Ostbahnhof

(Küstriner Bahnhof)

Am 1. Oktober 1867 wurde an dieser Stelle der Ostbahnhof (Küs-

triner Bahnhof) eröffnet. Die Königlich Preußische Ostbahn ver-

band Berlin über Königsberg mit Eydtkuhnen an der russischen

Grenze und von dort mit St. Petersburg.

Das dreigeschossige Empfangsgebäude aus gelbbraunen Back-

steinen wurde im Stil eines italienischen Renaissance-Palastes

vom Architekten Oberbaurat Adolph Lohse, einem Schüler Karl

Friedrich Schinkels, entworfen und nach dessen Tod von Herr-

mann[!] Cuno mit hochwertig ausgestatteten Wartesälen, noblem

Restaurant und Festsaal fertiggestellt.

Die Bahnhofshalle mit einer Länge von 188 m und Breite von

38 m, als Eisenkonstruktion mit kühn gelegenen Bogenbindern

ausgeführt, war eine ingenieurtechnische Innovation des Gehei-

men Baurats J. W. Schwedler.

Nach dem Umbau des Frankfurter Bahnhofs (später Schlesischer/

heute Ostbahnhof) und dessen Anschluss an die Stadtbahn wird der

Bahnhof nach nur 15 Dienstjahren im Sommer 1882 geschlossen.

1. Oktober 2012

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