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Gedenkzeichen

für die Opfer des NKWD

und der Staatssicherheit

in der Haftstätte

Prenzlauer Allee

Auf dem Gelände zwischen Prenzlauer Allee und

Fröbelstraße ( Nordmarkstraße) befand sich nach

Kriegsende 1945 die Kriegskommandantur Prenz-

lauer Berg der Roten Armee.

Im Keller eines der Gebäude (Haus III) errichtete der

sowjetische Geheimdienst eine Verhör- und Haft-

stätte. Häufig reichte ein allgemeiner Verdacht, um

an diesem Ort Menschen, darunter viele im jugend-

lichen Alter, unmenschlichen Haftbedingungen aus-

zusetzen und sie für unbestimmte Zeit gefangen

zu halten. Ehemalige Häftlinge erinnern sich an end-

lose Verhöre, Misshandlungen, Hunger und Durst.

Für viele Inhaftierte begnn in diesem Keller ein

Weg durch weitere Haftstätten und Speziallager.

Eine bis jetzt noch unbekannte Anzahl dieser

Menschen überlebte dies nicht.

Im Jahre 1950 übernahm der Staatssicherheitsdienst

der DDR das Gelände. Der Keller diente weiter als

Haftstätte - mindestens bis 1955.

An diesem Ort soll künftig an stalinistische Ver-

folgung und ihre Opfer erinnert werden. Im Herbst 1998 beschloss die Bezirksverordneten-

versammlung Prenzlauer Berg die Geschichte

des Haftortes in der Prenzlauer Allee

zu recherchieren und eine Kennzeichnung des

Gebäudes vorzunehmen.

Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern aus

Prenzlauer Berg bereitet die Errichtung eines

Gedenkzeichens vor: Dafür sammeln sie Spenden

und erforschen die Geschichte dieses Ortes.