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In der Auguste-Viktoria-Straße 64

wohnte bis zu ihrer Emigration

1936 die Juristin Dr. Marie Munk

„Ich fühle,

je mehr ich

studiere und

das Recht

praktiziere,

dass ich eine

Leidenschaft

für Freiheit

habe.”

1911 promovierte Marie Munk in Jura

als erste Frau Preußens.

1914 war sie Mitgründerin des „Deutschen

Juristinnen-Vereins”.

1924 legte sie das Assessorexamen ab.

Sie wurde zugelassen als „Erster weiblicher

Rechtsanwalt” und eröffnete ihre eigene

Kanzlei.

1929 wurde sie als „Civilrichter beim

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg” in den

Staatsdienst übernommen.

1933 versetzte man sie wegen „nicht

arischer Abstammung” in den Ruhestand.

Ihre Eltern waren jüdischer Herkunft.

1936 emigrierte sie in die USA.

1943 bestand sie 58jährig das Bar Exam.

Sie arbeitete weiterhin als Juristin und

lebte in Cambridge, MA.

1953 lehrte sie als Außerordentliche

Professorin an der Harvard Universität.

Bet Debora e.V. und Deutscher Juristinnenbund e.V.

Berlin, März 2010