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Hier stand bis zur Zerstörung am 23. November 1943 das Wohnhaus Weißenburger Straße 25, in dem seit 1891

die Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (8. Juli 1867 bis 22. April 1945)

und der Arzt Karl Kollwitz (13. Juni 1863 bis 17. Juli 1940)

lebten und arbeiteten.

In ihren Werken beschäftigte sich Käthe Kollwitz mit Armut und Ausbeutung, Frauenunterdrückung, Obdach-

losigkeit und Kinderarbeit. Seit dem Tod ihres Sohnes Peter im Ersten Weltkrieg widmete sie sich verstärkt den

Themen Krieg und Tod.

1919 wurde sie als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Wegen ihrer Unterstützung

eines Aufrufs der Linken gegen die NSDAP wurde die Künstlerin genötigt, am 17. Februar 1933 ihre Mitgliedschaft

aufzugeben.

Wenige Tage vor Kriegsende, im April 1945, starb Käthe Kollwitz in Moritzburg bei Dresden.

Karl Kollwitz genoss als Hausarzt und Gesund-

heitserzieher ein hohes Ansehen. Politisch

engagierte sich der Sozialdemokrat als Stadt-

verordneter und als Mitglied im Jugendfürsorge-

ausschuss des Stadtbezirks Prenzlauer Berg.

Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst

Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der

die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.

Käthe Kollwitz, Tagebucheintrag 4. Dezember 1922