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Bis 1938 hieß diese Strasse J ü d e n s t r a s s e

Ob es sich dabei ursprünglich um ein Ghetto gehandelt hat

oder ob von Anbeginn an in dieser Strasse Mitbürger

jüdischen und christlichen Glaubens nebeneinander lebten,

verliert sich im Dunkeln der Spandauer Stadtgeschichte.

Tatsache ist, dass es im Laufe der Geschichte in Spandau

Judenverfolgung gegeben hat.

Die Umbenennung der Jüdenstrasse dokumentiert für alle

erkennbar den dem Nationalsozialismus innewohnenden

Rassenhass, der selbst alle äusserlichen Symbole

jüdischen Glaubens ausmerzen wollte. Dieser Rassenhass

bedeutete für unsere jüdischen Mitbürger den

unausweichlichen Gang in die Gaskammern der

Konzentrationslager und die fast völlige Vernichtung.

Jeder von uns ist aufgerufen, diesen Teil der deutschen

Geschichte nie zu vergessen und diese Unmenschlichkeit

nie wieder zuzulassen.