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© Foto: Holger Hübner

Sanitätsrat Dr. Hermann Kantorowicz

1871 in Berlin geboren

Medizinstudium und Promotion in Berlin bei Rudolf Virchow

1908-1933 Wohlfahrts- und Armenarzt in Spandau

1913 Gründungsmitglied der „Liberalen Fraktion”

in der Spandauer Stadtverordnetenversammlung

1917-1933 Stadt- bzw. Bezirksverordneter in Spandau,

Mitglied der „Deutschen Demokratischen Partei (DDP)”

1933 Entlassung aus allen Ämtern durch die Nationalsozialisten

Er verstand sich selber als „Freidenker”. Sein besonderes Anliegen war die Verbesserung der Lebensverhältnisse der

Arbeiter. Er setzte sich auch dafür ein, dass Parks und Naherholungsgebiete geschaffen wurden.

Bis 1939 wohnte er in Spandau in der Neuendorfer Str. 75.

1939 floh Dr. Hermann Kantorowicz vor den Nazis zuerst nach Ecuador und ging später in die USA.

Er starb 1946 in New York und wurde in Kopenhagen begraben.

1984 wurde dieses Haus eröffnet und

1987 - auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Spandau - nach Dr. Hermann Kantorowicz benannt.