http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Rosenthal_und_Retterinnen_neu.jpg
© Foto: Holger Hübner
http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Rosenthal_und_Retterinnen_neu.jpg http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Rosenthal_und_Retterinnen_Teil_Retterinnen.jpg http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/Rosenthal_und_Retterinnen_Teil_Rosenthal.jpg http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/bernhard_baestlein_str22_a.jpg http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/bernhard_baestlein_str22_b_enthuellung.jpg

Hier, in der damaligen Kleingartenkolonie „Dreieinigkeit”,

versteckte sich bis zu seiner Befreiung durch die Rote Armee im April 1945

Hans Rosenthal

1925 - 1987

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hans Rosenthal beim RIAS Berlin und

im Deutschen Fernsehen als Entertainer einem großen Publikum bekannt.

Besonders mit seiner von 1971 bis 1986 gesendeten Quizshow „Dalli-Dalli”

war er über alle Grenzen hinweg beliebt.

»Und wenn mir die Kinder der Nachbarschaft „Dalli-Dalli” nachrufen, dann

denke ich: Ja, ich habe mich eigentlich immer beeilt in meinem Leben.

Nicht um dem Glück nachzulaufen, sondern um dem Unglück zu entgehen.

Und dabei bin ich dann dem Glück begegnet.«*

*Zitat aus: Hans Rosenthal, Zwei Leben in Deutschland, Autobiografie, erschienen im Bertelsmann-Verlag, 1980

 

Inschrift zu den drei Frauen:

 

Die drei mutigen Laubenbewohnerinnen

Ida Jauch, Emma Harndt, Maria Schönebeck

1886 - 1944 1898 - 1977 1901 -1950

nahmen sich des gerade erst 18-Jährigen und seiner jüdischen Herkunft

wegen Verfolgten an und bewahrten ihn in einem kleinen Bretterverschlag

vor dem Holocaust.

Durch diese selbstlose Tat konnte Hans Rosenthal überleben. Dafür nahmen

die Frauen Hunger, Entbehrungen und die Angst vor Entdeckung in Kauf.

Nur wenige Deutsche brachten ihr eigenes Leben in dieser unmenschlichen

Zeit mit solch menschlichem Handeln in Gefahr und retteten Verfolgte vor

der Ermordung durch die Nationalsozialisten.

Finanziert aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur | Gestaltung kk-architekten, Karl Karau, 2011