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© Foto: Holger Hübner

In dem Gebäude „Unter den Eichen 101" befanden sich in den Jahren 1934 bis 1986 die Geschäftsräume der Firma WIKING-MODELLBAU. Dieses Unternehmen erlangte in den vergangenen Jahrzehnten eine hohe Wertschätzung bei Freunden

von Schiffsminiaturen, Flugzeugmodellen und den Verkehrsmodellen in vielen verschiedenen Maßstäben. Von hier aus wurden die Ladentheken in aller Welt millionenfach mit Modellträumen beliefert. Zahllose Sammler aller Altersgruppen

investierten ihre hart erworbenen oder fleißig ersparten Groschen in die weltberühmten Modeelle aus Berlin-Lichterfelde. Die allermeisten von ihnen blieben der Marke WIKING ein Leben lang treu. Die Modellautos von WIKING bewahrten sich

bis in die heutigen Tage ihre Unverwechselbarkeit und wurden weltweit zum Synonym für den Automodellbau im Maßstab 1:87.

IN ERINNERUNG AN DEN ERFINDER DER WIKING-MODELLE

5. FEBRUAR 1903 FRIEDRICH PELTZER 20. NOVEMBER 1981

In einer der Marine nahestehenden Familie aufgewachsen, galt die Leidenschaft des geborenen Berliners Friedrich Peltzer schon zu seiner Jugendzeit der Seefahrt. Nach dem Schulabschluss folgte einer Teilstudium der Biologie und eine kurze

Laufbahn als selbständiger Texter und Verleger. Ausgerechnet in den wirtschaftlich schwierigen dreißiger Jahren entschied er sich für den risikoreichen Weg, sein Einkommen mit professionellem Schiffsmodellbau zu bestreiten. Einige Jahre

später waren es die militärischen Erkennungsmodelle von Schiffen und Flugzeugen, die das Überleben seiner jungen Firma sicherten. Nach den Wirren der Nachkriegsjahre begründete Friedrich Peltzer als Erfinder, kreativer Ideengeber und

Mentor zusammen mit seinen leidenschaftlichen und loyalen Mitarbeitern den Erfolg der Firma WIKING-MODELLBAU. Friedrich Peltzer hat das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahre 1981 geleitet.