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Außenseite der Mauer:

 

Schafft hier das Leben

gut und schön,

kein Jenseits ist,

kein Aufersteh'n.

Unter diesem Wahlspruch richtete

die Freireligiöse Gemeinde hier

am 4. Januar 1848

ihren Friedhof ein,

der auch Glaubenslosen eine würdi-

ge Begräbnisstätte bieten sollte.

Mit ihrem Eintreten für Gedanken-

freiheit waren Freireligiöse

massgeblich an den Revolutionen

von 1848 und 1918 beteiligt.

1934 wurden sie von den National-

sozialisten verboten und das

Gemeindezentrum in der Pappelallee

beschlagnahmt.

Die DDR-Regierung setzte die Gemein-

de nicht wieder in ihre Rechte ein.

Prof. Dr. Dr. Ewald Harndt

1994

 

Innenseite der Mauer:

 

Im Zusammenhang mit den Auswirkungen

der französischen Revolution wurde

1845 die deutsch-katholische Gemeinde

gegründet welche auch 1848 den Friedhof

durch eine Schenkung übernahm.

1862 erfolgte die Umbenennung in

Freireligiöse Gemeinde.

Die gewaltsame Auflösung 1934 durch

die Nationalsozialisten wurde zum

Bruch in der Geschichte der Gemeinde.

In den 70er Jahren wurde der Friedhof

geschlossen und litt in der Wendezeit

unter starken Beschädigungen.

1989 - 1994 erfolgte die Neugestaltung

als Friedhofspark Pappelallee

Heute existiert die neugegründete

Freireligiöse Gemeinde nur noch

mit kleinen Mitgliederzahlen und

geringem politischen Einfluss.