http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/uploads/tx_tafeln/luxemburger-strasse_10.jpg
© Foto: Holger Hübner

Grashof studierte Mathematik, Physik und Maschinenbau in

Berlin und unterbricht sein Studium, um für vier Jahre als Ma-

trose zur See zu fahren. Nach Beendigung seines Studiums

kommt er 1854 seinem Wunsch zu lehren nach: Er unterrrich-

tet in Berlin Mathematik und Mechanik und leitet „nebenamt-

lich” das Königliche Eichungsamt. Am 10. Mai 1856 wird der

„Verein Deutscher Ingenieure” (VDI) gegründet. Grashof be-

kleidet das Amt des Direktors bis 1890.

1863 erhält er eine Professur für Festigkeitslehre, Hydraulik,

Wärmelehre und theoretische Maschinenlehre am Poly-

technikum Karlsruhe. Er veröffentlicht Werke, die sich mit

Festigkeits-, Wärme- und Maschinenlehre beschäftigen. Die

Grashofsche Zahl „Gr” gehört zu den Grundregeln des Wärme-

übergangs bei Strömungsvorgängen. Seinem Einfluss ist es

zu verdanken, dass sich aus den polytechnischen Schulen die

Technischen Hochschulen entwickeln. 1860 verleiht ihm die

Universität Rostock den Titel „Dr. h.c.”, Grashof lehnt andere

Professuren in Aachen und München ab. In Karlsruhe unter-

richtet er bis zu seinem Tode. 1894 ehrt der VDI seinen Mit-

begründer durch die Stiftung der „Grashof-Gedenkmünze”.

1981 benennt die TFH Berlin zu seinen Ehren eines ihrer Ge-

bäude nach ihm - „Haus Grashof”, dass[!] auch heute noch aus

dem Campus der Beuth Hochschule für Technik ragt.