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Im Keller dieses Hauses endete ein von West-Berlin

aus gegrabener, 135 Meter langer Tunnel,

durch den am 14. Und 15. September 1962 insgesamt

29 Menschen die Flucht in den Westen gelang.

Gegraben von mutigen Männern,

die diesen gefährlichen Weg wählten,

um ihre Frauen, Kinder, Angehörigen und Freunde

wieder in die Arme schließen zu können, hat er als

„Tunnel 29"

weltweit Berühmtheit erlangt.

Im Bereich der Bernauer Straße wurden

mindestens zwölf Tunnel begonnen, von denen

jedoch nur drei erfolgreich waren. Die anderen

Projekte scheiterten - meist durch Verrat -

vor ihrer Fertigstellung.

All diese Fluchttunnel zeugen von der Verzweiflung

der Menschen nach dem Bau der Berliner Mauer

und ihrer Sehnsucht, einen Weg

über die menschenverachtende Grenze hinweg

in die Freiheit zu finden.

Gestiftet durch den Berliner Unterwelten e.V. Berlin, 14. September 2009