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© Foto: Holger Hübner

AKTIVES MUSEUM

Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

In dem früher hier in der Köpenicker Straße 24a stehenden Viktoria-Speicher

Block I befand sich von Herbst 1937 bis zum 20. März 1939 das Depot der

»Aktion Entartete Kunst«

Von August bis November 1937 wurden in Deutschland in der »Aktion

Entartete Kunst« mehr als 20 000 Werke der bildenden Kunst aus

Museen und Privatsammlungen beschlagnahmt. Als »entartet« gal-

ten den nationalsozialistischen Machthabern ungegenständliche,

expressionistische und sozialkritische Werke sowie solche von

Künstlerinnen und Künstlern jüdischer Abstammung. Viele von ihnen

unterstanden zudem einem Ausstellungs- und Malverbot.

Ein Teil der beschlagnahmten Kunstwerke wurde in der Propaganda-

Ausstellung »Entartete Kunst« gezeigt oder devisenbringend ins

Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. Ausland verkauft. Nach der Auflösung des Depots am 20. März 1939

wurden über 1 000 Ölgemälde und Skulpturen sowie rund 4 000

Aquarelle, Zeichnungen und graphische Blätter zerstört.

Zuerst angebracht am 19. März 1999 - überarbeitet und erneuert am 18. März 2011