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© Foto: Holger Hübner
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Im Hof dieses Hauses endete ein von

West-Berlin aus gegrabener 145 m langer Tunnel,

durch den 57 Männern, Frauen und Kindern

in den Nächten des 3. und 4. Oktober 1964

die Flucht in den Westen gelang. Nach Verrat

der Fluchtaktion an das Ministerium für

Staatssicherheit der DDR kam es auf dem Hof

zu einem Schusswechsel zwischen

Grenzsoldaten und Fluchthelfern. Dabei kam der

Unteroffizier der Grenztruppen der

Nationalen Volksarmee

Egon Schultz

*4. Januar 1943 in Groß-Jestin (Kr. Kolberg)

am 5. Oktober ums Leben. Egon Schultz

wurde in der DDR als Held idealisiert; die

Fluchthelfer galten als Agenten und Mörder.

Erst nach dem Fall der Mauer stellte sich heraus,

dass die tödlichen Schüsse aus der Waffe

eines Kameraden abgegeben wurden. Dieser

Sachverhalt war den DDR-Verantwortlichen

von Anfang an bekannt.