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© Foto: Holger Hübner
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Der Hausvogteiplatz war Mittelpunkt der Berliner

Mode- und Bekleidungsbranche, in der jüdische Unternehmer

seit den 1830er Jahren eine führende Rolle spielten. Firmen

wie Gerson, Mannheimer, Levin und Hertzog trugen

entscheidend zur Entstehung der „Berliner Mode“ und ihrem

hohen internationalen Ansehen bei.

 

Von 1933 an wurden jüdische Unternehmer

mit zunehmender Gewalt aus der Konfektionsbranche

verdrängt. Ihre Firmen wurden „arisiert“ oder stillgelegt.

Dadurch wurden die Tradition und die wirtschaftliche

Bedeutung dieses bis dahin zweitgrößten Berliner

Industriezweiges nachhaltig zerstört.

 

Die jüdischen Inhaber und Angestellten der Berliner

Konfektion wurden von den Nationalsozialisten in die

Emigration getrieben oder in die Lager

verschleppt und ermordet.

 

 

Hausvogteiplatz Nr. 2

Aus dem Adreßbuch der Berliner Konfektionsfirmen Bachmann & Loewenstein Hausvogteiplatz Nr. 8 bis 1938

Bang & Hansen Hausvogteiplatz Nr. 8-9 bis 1936

Gebrüder Berglas Hausvogteiplatz Nr. 5-6 bis 1935

Brad, Hirschfeld & Co Hausvogteiplatz Nr. 11

Braun, Sigmund Hausvogteiplatz Nr. 3-4 bis 1935

Briese & Loepert Hausvogteiplatz Nr. 11 bis 1939

Kraft und Lewin Hausvogteiplatz

Leon, Bernhard Hausvogteiplatz Nr. 3-4 bis 1938

Lesser, Ludwig Hausvogteiplatz Nr. 11 bis 1938

Lewin, D. Hausvogteiplatz Nr. 13 bis 1840(!)

Lewinsky & Mayer Hausvogteiplatz bis 1939

Gebr. Lewy Hausvogteiplatz Nr. 11

Lindemann, Leopold Hausvogteiplatz Nr. 2 bis 1935

Loewenthal, E. & Co. Hausvogteiplatz Nr. 13 bis 1936

Rosenfeld & Nathan Hausvogteiplatz Nr. 11 bis 1939

Salinger & Beda Hausvogteiplatz Nr. 8

Seligsohn, M. Hausvogteiplatz Nr. 2

Weil & Orbach Hausvogteiplatz Nr. 8-9

Gebr. Wilhelmy