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© Foto: Holger Hübner
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Dieses ehemalige Jüdische Waisenhaus Pankow

wurde in den Jahren 1912/1913

nach Entwürfen des Baumeisters der Berliner Jüdischen Gemeinde

Alexander Beer

errichtet.

Es ersetzte ein älteres „Erziehungshaus” für jüdische Knaben, das 1911 nach einem Dachstuhlbrand abgerissen wurde.

Die einzigartige Innenarchitektur orientierte Alexander Beer an den Bedürfnissen der jungen Bewohner,

ihrer Unterbringung und ihrer schulischen und beruflichen Bildung.

Ein besonderes Schmuckstück war die Synagoge, der Betsaal im zweiten Obergeschoss.

Ende 1940 haben die Nazis das Waisenhaus zwangsgeräumt, sehr viele der jüdischen Bewohner

wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Im Jahr 1999 hat die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung das Haus erworben und umfassend saniert.

Heute dient es als Ort der Begegnung, Bibliothek und Schule.

Alexander Beer wurde am wurde am 10. September 1873 in Hammerstein /Westpreußen geboren und schuf

beeindruckende Bauwerke, Synagogen, soziale Einrichtungen und Friedhofsanlagen.

Am 18. März 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er am 8. Mai 1944 starb.