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© Foto: Holger Hübner
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Ehre

den vergessenen

Opfern

An dieser Stelle, in der Tiergartenstraße 4,

wurde ab 1940 der erste national-

sozialistische Massenmord organisiert,

genannt nach dieser Adresse: "Aktion T 4".

Von 1939 bis 1945 wurden fast 200 000

wehrlose Menschen umgebracht.

Ihr Leben wurde als "lebensunwert"

bezeichnet, ihre Ermordung hieß

"Euthanasie". Sie starben in den

Gaskammern von Grafeneck, Brandenburg,

Hartheim, Pirna, Bernburg und Hadamar:

sie starben durch Exekutionskommandos,

durch geplanten Hunger und Gift.

Die Täter waren Wissenschaftler, Ärzte,

Pfleger, Angehörige der Justiz, der Polizei,

der Gesundheits- und Arbeitsverwaltungen.

Die Opfer waren arm, verzweifelt, aufsässig

oder hilfsbedürftig. Sie kamen aus

psychiatrischen Kliniken und

Kinderkrankenhäusern, aus Altenheimen

und Fürsorgeanstalten,

aus Lazaretten und Lagern.

Die Zahl der Opfer ist groß, gering die Zahl

der verurteilten Täter.